Taking Chances – Im Herzen bei dir
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Titel: Taking Chances – Im Herzen bei dir

Autorin: Molly McAdams
Preis: 9,99 €
Verlag: MIRA Taschenbuch
Seiten: 480

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Klapptext:
„Harper wächst unter dem strengen Regiment ihres Marine-Dads auf. Sie zählt die Tage, bis sie aufs College gehen kann, um endlich die Dinge zu erleben, von denen sie bislang nur gehört hat: Flirten, Daten, Küssen. Gleich auf der ersten Party trifft sie Chase, der all das ist, was ihr Vater hasst: sexy, wild, verwegen. Nur mühsam widersteht Harper seinem Bad-Boy-Charme. Obwohl sie sich kurz darauf in seinen attraktiven Mitbewohner Brandon verliebt, scheint ihr Körper jedes Mal vor Verlangen zu vibrieren, sobald Chase in der Nähe ist. Sie ist überglücklich mit Brandon, aber auch ihre Gefühle für Chase werden immer stärker. Ein unvergessliches Wochenende lang gibt sie der Versuchung nach – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war …“

Harper ist frisch auf dem Collage und möchte ihre neu gewonnene Freiheit, abseits vom Marinestützpunkt ihres Dads vollkommen auskosten.
Bereits am ersten Wochenende stürzt sie sich in eine Party mit ihrer Mitbewohnerin und trifft dort natürlich auf den Frauenheld schlechthin, Chase, der sich als Bruder ihrer Mitbewohnerin Bree entpuppt.
Harper ist von Chase vollkommen fasziniert, auch wenn sie ihn hauptsächlich unsympathisch findet.
In ihrer ersten Woche auf dem Collage trifft sie hingegen auf Brandon, der absolut perfekt zu sein scheint und ihr Herz zum Schmelzen bringt.
Bereits nach zwei Tagen beschließen die Beiden, sich auf eine Beziehung einzulassen und Harper ist von ihren Gefühlen für Brandon überwältigt, doch schlägt ihr verräterisches Herz jedes Mal ein klein wenig schneller, wenn sie Chase begegnet.


Achtung! Kann Spoiler enthalten!
Dieses Buch hat mir wirklich den letzten Nerv geraubt.
Da entkommt Harper (18 Jahre) endlich den Fängen ihres verhassten Vaters, der sich einen Dreck um sie gekümmert hat, besucht ein Collage, das am anderen Ende des Landes liegt und stürzt sich Hals über Kopf in eine Beziehung mit einem Kerl, den sie gerade mal zwei Tage kennt. Nicht zu vergessen, dass sie umgehend von der großen Liebe spricht.
NACH ZWEI TAGEN!!
Aber ihr Herz gehört nicht nur Brandon, sondern auch Chase, obwohl sie ihn eigentlich richtig ungehobelt und blöd findet, da sie sich ständig in die Haare bekommen.
Harper wiederholt immer wieder, dass Brandon der Richtige für sie ist, doch wenn ihr Herz ebenfalls bei Chase höher schlägt kam es mir beim Lesen eher so vor, als würde sie versuchen sich ihre unendlichen Gefühle für Brandon nur schönzureden.
Wie nicht anders zu erwarten, findet sich Harper in einer Dreiecksbeziehung wieder, die unschöner nicht sein könnte.

SPOILERANFANG!

Da für Harper alle Typen auf dem Marinestützpunkt wie Brüder für sie waren, ist sie natürlich nicht nur ungeküsst, sondern noch eine Jungfrau. Anstatt diesen großen Schritt mit ihrem Freund Brandon zu gehen, der den Boden unter ihren Füßen küsst, schläft sie mit Chase und benutzt nicht mal ein Kondom.
Und oh, welch eine Überraschung (oder auch nicht), sie wird natürlich schwanger und muss Brandon verlassen.
Sie erzählt jedem, wer der Kindsvater ist, nur Chase nicht, bis er es schließlich selbst herausfindet.
Und wie passiert dies? Da sie bei Brandon ausziehen musste (er wohnt in demselben Wohnheim wie Chase), haben die Eltern von Bree und Chase sie dazu „überreden“ können, bei ihnen einzuziehen, da sie ja ihr Enkelkind erwartete und auch selbst wie eine zweite Tochter für sie ist. Ja ja, super.
Chase findet also die Ultraschallfotos in der Küche, da diese natürlich immer herumliegen müssen, damit sie bei Bedarf immer angesehen werden können.
Schließlich kommen Harper und Chase zusammen, doch hegt sie tief in ihrem Herzen noch immer Gefühle für Brandon.
Wie schafft es die Autorin, aus so einem Schlamassel wieder herauszukommen?
Richtig, sie killt einen von den beiden Kerlen.
Wundervoll, ich bin so begeistert!

SPOILERENDE!

Bevor ich mich noch weiter auf den Handlungsstrang konzentriere, der nicht hätte schlechter sein können, obwohl die Story echt Potential hatte, jetzt etwas Positives:
Brandon.
Brandon war wirklich die einzige Person in der ganzen Geschichte, den ich mochte.
Er hat es mir leicht gemacht, mit ihm mitzufühlen und ihn gern zu haben. Im Gegensatz zu Harper und Chase war sein Charakter auch nicht so flach.
Chase ist eh nicht lange da, Harper ist einfach nur schlecht und ich wollte sie beim Lesen regelmäßig packen und würgen!
Natürlich ist es manchmal so, dass man zwei Menschen gleichzeitig liebt (aber nicht bereits nach zwei Tagen!!!), doch hat sie die Beziehungen zwischen den beiden Kerlen nicht danach gewechselt, wen sie mehr wollte, sondern mit wem es ihr gerade angenehmer war.
Auch das Ableben eines der beiden Kerle wird unglaublich dramatisch dargestellt, hinterher wird jedoch weniger emotional darauf eingegangen. Natürlich trauert sie, aber nicht so, wie es gesund wäre. Erst steckt sie in tiefer Trauer, dann macht sie einen auf „Alles ist schön“.
Ebenso das Ende des Buches. Ein kurzer dramatischer Einzug, dann das Happy End, welches nicht sonderlich authentisch gewirkt hat.
Schade drum.

Ich habe mit mir gekämpft, doch kann ich diesem Buch nicht mehr als zwei von fünf Sternen geben.
Zudem entschuldige ich mich für diese außerordentlich unprofessionelle Rezension, allerdings finde ich keine anständigen Worte dafür.

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